Die Entdeckung der Currywurst // von Uwe Timm

MIT Jaap Achterberg

REGIE Klaus Henner Russius | TEXTBEARBEITUNG Jaap Achterberg


 

Eine wunderbare Liebesgeschichte im Hamburg der letzten Kriegstage. In Erinnerung an seine Kindheit macht sich der Erzähler auf die Suche nach der ehemaligen Besitzerin einer Imbissbude am Hamburger Großneumarkt. Er findet die hochbetagte Lena Brücker in einem Altersheim und erfährt die Geschichte ihrer »schönsten Jahre« und wie es zur Entdeckung der Currywurst kam. Der Bogen spannt sich weit zurück in die letzten Apriltage des Jahres 1945.

 

Bei diesem Soloprojekt arbeiten der Schauspieler und der Regisseur auf Produktionsebene mit dem sogar theater Zürich, dem Burgbachkeller Zug und dem Theater im Kornhaus ThiK Baden zusammen.

 

Die Premiere fand am 27. März 2014 im sogar theater statt.  Seitdem ist diese Produktion im deutschsprachigen Raum auf Tournee.



 

> siehe Spielplan



PRESSESTIMMEN

«Is ne lange Geschichte»

Als erstes Theater in der Schweiz bringt das Sogar Theater in Zürich Uwe Timms Novelle «Die Entdeckung der Currywurst» auf die Bühne. Jaap Achterberg erzählt sie mit Leib und Seele, als wäre sie seine eigene. Er sitzt auf der kleinen Bühne an einem Holztisch, vor sich einen Krug Wasser und eine Tasse. Daraus nimmt er immer mal wieder einen Schluck, um die Gedanken zu sammeln, wie um sich zu erinnern an Frau Brückers Bericht in einem Hamburger Altersheim. Der Ich-Erzähler hat sie dort besucht, eigentlich nur um zu erfahren, wie sie einst die Currywurst erfunden hatte. Doch Geduld: «Is ne lange Geschichte», sagte Frau Brücker. Sie dauerte denn auch sieben Nachmittage, füllt seit der Veröffentlichung 1993 knappe 200 Buchseiten und nun – als Destillat – auch 75 kurze Theaterminuten. Wie sie zum Rezeptgekommen ist, erzählt Achterberg im Finale seines grossartigen Abends, der eine einzige Liebeserklärung ist: an diese Frau, die sich eigenständig, gescheit, aber auch augenzwinkernd und mit Pfiff durchs harte Leben im kriegsversehrten Hamburg schlägt.»

Zürichsee Zeitung / Der Landbote vom 29.03.2014 - Karl Wüst

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Der aus den Niederlanden stammende und in der Schweiz lebende Schauspieler Achterberg (62) variiert hervorragend. Damit hat er, als es 2012 das Innenhoftheater-Festival in Göttingen noch gab, dort auch mit „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger beeindruckt. So muss Erzähltheater sein.

Göttinger Tageblatt - 7.9.2015

 

Uwe Timm, Jaap Achterberg und die Currywurst

Jaap Achterberg (unter der leisen Regie von Klaus Henner Russius) erzählt das grossartig, als fliessende, schon verschwimmende Erinnerung, geradezu zart, lebhaft, aber nie zu laut gegenüber der Literatur.

Dank ihm (und dank Uwe Timm) schmecken wir in der Currywurst

etwas von deutscher Geschichte.

Tagesanzeiger – Christoph Schneider 29.3.2014

 

Göttinger Theatertage

Der geniale, bescheiden auftretende Rezitator Jaap Achterberg erzählte nicht, sondern spielte in 75 Minuten – ohne Skript – diese spannenden Ereignisse, an einem schlichten Holztisch sitzend. 

Am Ende nahm Achterberg fast verlegen den tosenden Beifall im ausverkauften Deutschen Theater entgegen. Man hätte ihm noch Stunden zuhören können.

Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine - 6.9.2015